Veröffentlichungen:

100 Jahre Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung

Chronik 1921–2021

fwhDie Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Für den Jubiläumsband habe ich ihre wechselvoll-spannende Geschichte anhand der vorhandenen Akten erforscht und aufgeschrieben. 

Im Jahre 1921 wurde auf Initiative des Mietervereins zu Hamburg die Baugenossenschaft Finkenwärder gegründet, zwei Jahre später, 1923 die Baugenossenschaft Hoffnung in Harburg. 1975 fusionierten beide Genossenschaften zur Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung, um ihr Potenzial zu vereinen und gemeinsam die Wohnanlagen zu bauen, die sich getrennt nicht hätten verwirklichen können. Die Geschichte beider Genossenschaften spiegelt die städtebauliche Entwicklung des Süderelberaums wider.

Baugenossenschaft Finkenwärder-Hoffnung e.G.

 

Die Markthallen am Deichtorplatz

Vom Agrarhandel zum Kunstbetrieb

DeichtorhallenDer Deichtorplatz gehört zu den interessantesten Orten Hamburgs, ein Ort, der immer neue Aufgaben erfüllen und und im ständigen Wandel begriffen war. Wo heute Kunst und Kultur stattfinden, verlief einst die befestigte Stadtgrenze, lag der Bauhof, später Hamburgs erster Bahnhof und schießlich der Zentralmarkt, der die Millionenstadt mit Obst, Gemüse und Blumen versorgte. Mit dem Bau des Großmarkts am Oberhafen 1962 verloren die Deichtorhallen ihren Zweck. Eine Zeitlang wurden sie für den Blumenhandel genutzt, doch dann verfielen sie zusehends und ihr Abriss schien unaufhaltsam. Ende der 1980er Jahren wurden sie zu Ausstellungshallen für Kunst umgebaut und bilden seitdem das letzte Glied der Kunst- und Kulturkette entlang des Wallrings, zu dem die Kunsthalle und das Hamburg Museum gehören.

In dem Bauheft wird die Geschichte des Platzes und des Hamburger Marktwesens vorgestellt, sowie die bauliche und organisatorische Entwicklung des Zentralmarltes einschließlich einiger nicht umgesetzter Um- und Neubaupläne seit den späten zwanziger Jahren beschrieben.

"Am 4. November 1910 kam es zu einem spektakulären Unglück auf der Baustelle. Eine der beiden Kellerkonstruktionen stürzte ein und riss verschiedene Bauschuppen mit in die Tiefe. 14 Arbeiter, die mit dem Putzen der Wände beschäftigt waren, brachten sich, da der Einsturz sich durch ungewöhnliche Geräusche ankündigte, noch rechtzeitig in Sicherheit. Die Baufirma führte den Einsturz auf eine zu große Belastung mit Pflastersteinen zurück, die auf einer Länge von 30 m auf dem Dach der Kasematte aufgestapelt worden waren. Die Baudeputation wollte davon nichts wissen, da der bereits fertig gestellte Teil der Kasematte den Belastungstest bestanden und mehr Tragfähigkeit gezeigt hatte, als vertragsmäßig nötig war. Sie nahm vielmehr an, dass der Beton zu trocken gemischt worden war."

Schaff Verlag

Deichtorhallen Hamburg

Werner Jakstein. Die bauliche Entwicklung der Stadt Altona

Ein Begleitbuch zur Ausstellung "Werner Jakstein und die Architektur der Stadt"

jakstien 206Die beiden Vorträge, die Teil der Jakstein-Ausstellung in der Staats- und Universtätsbibliothek der Universität Hamburg waren, sind in dieser Begleitschrift veröffentlicht. Olaf Bartels, mit dem ich die Ausstrellung gemeinsam kuratiert habe, setzt sich mit der Arbeit und dem Werk des Altonaer Baupflegers Werner Jakstein auseinander. Ich befasse mich in dem Aufsatz "Politische Visonen - wirtschaftschaftliche Zwänge. Altonas Stadtentwicklung vom 18 bis ins frühe 20. Jahrhundert" mit den Bedingungen, unter denen Stadtentwicklung in Altona seit der Ära des Bürgermeisters Carl Heinrich Behn stattfand. Ohne die Tatkraft und die weitschauende Politik von Bürgermeistern wie Behn, Franz Adickes, Bernhard Schnackenburg und Max Brauer hätte Altona sich nicht entfalten können und die Konkurrenz zum wirtschaftlich überlegenen Hamburg überstehen können. Behn, Adickes und Schnackenburg haben die Grundlagen gelegt, auf die Max Brauer aufbauen konnte. 

Olaf Bartels und Holmer Stahncke: Werner Jakstein. Die bauliche Entwicklung der Stadt Altona. Zwei Essays mit 60 Abbildungen - Hamburg: RainvilleEdition 2019 (ISBN 973-3-00-063258-7)

Altona und die Revolution 1918/19

Eine Dokumentation für die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

novemberAls bedeutende preußische Industrie- und Garnisonsstadt spielte Altona in den Wochen zwischen dem November 1918 und dem Januar 1919 eine wichtige Rolle - auch wenn von Altona aus keine revolutionären Impulse für Hamburg oder andere norddeutsche Regionen gegeben wurden. Im Gegenteil war Altona - genauer die Altonaer SPD und der Magistrat - bemüht, die Stadt dem direkten Einfluss des "Arbeiter- und Soldatenrats für Hamburg, Altona und Umgegend" zu entziehen. Zwar galten auch in Altona die Erlasse des Arbeiter- und Soldatenrats, aber es gelang ihm zu keiner Zeit, den Altonaer Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung abzusetzen (wie er es vorübergehend in Hamburg gemacht hatte). Altona blieb eine eigenständige politische Einheit und  brachte sich als solche in die Diskussion um ein zu schaffendes Groß-Hamburg ein. In diesen Wochen fanden der bürgerliche Oberbürgermeister Bernhard Schnackenburg und der sozialdemokratische Wortführer Max Brauer in wichtigen Sachfragen, auch was die Zukunft der Stadt anbetraf, zueinander. Bis zu seinem Tod 1924 blieb Schnackenburg im Amt. In dieser Zeit wurde die Konzeption für das Neue Altona bereits in Grundzügen entworfen - inklusive der Groß-Altona-Politik. Als Max Brauer nach Schnackenburgs Tod Oberbürgermeister wurde, brauchte dieses Konzept nur noch umgesetzt werden, wobei bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen und nicht zuletzt die Einführung der Zinshaussteuer halfen. 

"Erst am nächsten Tag, dem 13. November 1918, erfuhren Laufenburg und der Arbeiter- und Soldatenrat aus der Zeitung von der Ernennung der vier Altonaer Senatoren. Hermann Thomas hatte sie in der Sitzung am Vortrag mit keinem Wort erwähnt. Entsprechend wütend war der USPD-Vertreter Paul Dittmann. Dieser Schritt kreuze die Absicht des Arbeiter- und Soldatenrats, seine Macht auf Altona auszudehnen. Laufenberg tröstete ihn. Die Angelegenheit werde korrigiert, wenn die Eingemeindungsfrage Altonas erledigt sei und eine einheitliche Stadtverwaltung Platz greife. Ein Grund mehr für Laufenberg, die Groß-Hamburg-Frage nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern schnell zu handeln."

Landeszentrale für politische Bildung Hamburg 

Bezirksversammlung Hamburg-Altona

 

Die Eroberung der Elbe

Ein Artikel über die Elbe-Politik Hamburgs vom späten Mittelalter bis zur frühen Neuzeit

hamhistlive206In einem Artikel für „Hamburg History Live“, herausgegeben von der Stiftung Historische Museen Hamburg, beschreibe ich, wie Hamburg die Elbe mit politischen und kriegerischen Mittel eroberte und zu seinem Fluss machte. Dabei wird der Zeitrahmen vom 13. Jahrhundert bis zum Gottorper Vergleich von 1768 beleuchtet.

Ein dramatischer Sieg. Die Eroberung der Elbe. In: Hamburg History Life 4, Das Magazin für die Stadt, die Region, den Norden. 

Hamburg History Live