Veröffentlichungen:
Das Elbtreppen-Ensemble in Ottensen
Eine Dokumentation
Die Elbtreppen-Häuser in Ottensen-Neumühlen (Hamburg-Altona) wurden, nachdem öffentlicher Protest ihren Abriss verhindert hatte, aufwändig restauriert. Nicht alle Häuser konnten gehalten werden. Die mangelhafte Bausubstanz und die zu schwachen Fundamente machten das unmöglich. Zwei Häuser mussten abgebrochen werden; sie wurden bzw. werden aber durch Neubauten in gleicher Kubatur ersetzt.
Für die SAGA habe ich eine Dokumentation der Elbtreppen-Häuser (früher Heuberg-Häuser) erstellt. Für den historischen Teil wurden Akten des Staatsarchivs Hamburg ausgewertet. Für die Kapitel, die sich mit der Entwicklung der „Perlenkette“ befassen, habe ich auf veröffentlichte Dokumente zurückgegriffen. Der abschließende Teil, in dem die Sanierungsmaßnahmen vorgestellt werden, beruht hauptsächlich auf Interviews mit dem verantwortlichen Architekten Olaf Schindel.
Boomtown Ottensen
Ein Artikel über die Industriestadt Ottensen
In einem Artikel für „Hamburg History Live“, herausgegeben von der Stiftung Historische Museen Hamburg, zeichne ich die Entwicklung Ottensen vom Handwerkerdorf zur Industriestadt nach. Spuren der Vergangenheit sind überall im Straßenbild des heutigen Szenestadtteils abzulesen.
Von Damals bis Heute. Boomtown Ottensen. In: Hamburg History Life 3, Das Magazin für die Stadt, die Region, den Norden.
Altona – Geschichte einer Stadt
Ein Buch über 470 Jahre Stadtgeschichte
Im August 2014 feierte Altona das 350. Jubiläum der Verleihung des Stadtrechtes durch den dänischen König Friedrich III. im Jahre 1664. Anlass genug, um zum ersten Mal seit 75 Jahren wieder eine zusammenfassende Darstellung der Geschichte Altonas vorzulegen. Auf 384 Seiten stelle ich 470 Jahre Geschichte Altonas vor und ordne sie in den historischen Kontext ein. Das klingt nach trockener Kost, ist es aber nicht. Er habe die erste Hälfte des Buches auf der Bahnfahrtfahrt nach Kopenhagen mit Spannung gelesen und freue sich schon auf die Rückfahrt, auf der er das restliche Buch lesen werde, schrieb ein Rezensent.
Mit der bis 1937 selbstständigen Stadt Altona verbinden sich bis heute Begriffe wie Freiheit, Aufklärung und Toleranz. Diese Tugenden dienten aber stets einem übergeordneten Ziel, dem wirtschaftlichen Erfolg. Altona hatte ganzvolle Epochen. Im ausgehenden 18. Jahrhundert erlebte es eine wirtschaftliche Blütezeit, sein „goldenes Zeitalter“. Bis heute ist das „Neue Altona“ unter Oberbürgermeister Max Brauer und seinem Bausenator Gustav Oelsner eine feste Größe in der Altonaer Geschichte. Altona entwickelte sich damals, in den Goldenen Zwanzigern, zu einer Vorzeigestadt in Deutschland mit vorbildlichen kommunalen Einrichtungen und einer innovativen Stadtentwicklungspolitik.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Kriege, Misswirtschaft, ökonomische Flauten und Abstürze, unerfüllte Hoffnungen, Rivalitäten und ständige Quengeleien mit ihren Nachbarn Hamburg und Ottensen machten den Altonaern das Leben immer wieder schwer. Und dann war da auch noch die dänische Fremdherrschaft, als die die dänische Verwaltung spätestens seit der Revolution von 1848 und dem anschließenden schleswig-holsteinischen Freiheitskampf (1848-51) empfunden wurde. Die Altonaer wollten nicht dänisch, sondern Holsteiner in einem eigenständischen Schleswig-Holstein. Doch sie wurden Preußen und schließlich Hamburger. Eine spannende Geschichte, eine Geschichte von Triumphen und Niederlagen
Zum Stadtjubiläum gibt es viele Neuerscheinungen, obenauf die opulente Stadtgeschichte von Holmer Stahncke.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Das Buch liest sich wunderbar leicht und zügig. In vier Stunden Bahnfahrt aus Dänemark waren es fast 150 Seiten (von 350) Geschichte, die mir anschaulich durch die Hände gingen. Ich freue mich schon auf die Rückfahrt.
Der Altonaer Dichter Andreas Greve in Musenblätter
Altona. Geschichte einer Stadt.
Ellert & Richter Verlag 2014
384 Seiten mit 136 Abbildungen
ISBN 978-3-8319-0560-7
€ 19,95
125 Jahre "Mieterverein zu Hamburg von 1890"
Eine Festschrift zur Geschichte des Mietervereins
Lange Jahrzehnte wusste man nur wenig über die Geschichte des „Mietervereins zu Hamburg von 1890 r. V.“. Die meisten Archivalien waren im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen – darunter das komplette Archiv des Mietervereins. Nur einige alte Zeitungsartikel aus der Gründungszeit des Vereins waren bekannt. Sie waren in den Akten der Politischen Polizei im Hamburger Staatsarchiv gefunden worden und berichteten über die Ziele des jungen, in den Augen der Staatsgewalt subversiven Mietervereins. Er wollte den Hamburger Mietern durch Rechtsberatung vor der Willkür von Hauswirten schützen und gleichzeitig durch politische Lobbyarbeit die Wohnverhältnisse in Hamburg verbessern.
Zu seinem 125-jährigen Jubiläum hat der Mieterverein eine Dokumentation in Auftrag gegeben. Bei Recherchen im Staatsarchiv Hamburg, der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky und im Hanseatischen Wirtschaftsarchiv konnte genügend Material gefunden und gesichtet werden, um die Historie des Mietervereins zu Hamburg in ihren wichtigsten Linien nachzeichnen zu können. Politischen Einfluss besaß der Mieterverein in den ersten Jahrzehnten seiner Existenz kaum, auch wenn seine Arbeit im Bildungsbürgertum als Bereicherung für Hamburg wahrgenommen wurde. Er hatte einfach zu wenige Mitglieder, um auch von der Politik wirklich ernst genommen zu werden. Die eigene Mieterzeitungen, mit denen der Verein seiner Position Verhör zu schaffen versuchte, erfüllten ihre Aufgabe nur unzureichend. Also konzentrierte der Verein sich auf die praktische Arbeit vor Ort. Und die erschöpfte sich nicht in der Rechtsberatung, auch wenn diese für die Mitglieder die wichtigste Aufgabe war. In den 1920er-Jahren gründete der Mieterverein auch eine Reihe von Baugenossenschaften, um den gesunden, bllligen Wohnraum zu schaffen, den er stets gefordert hatte. Am Baugeschehen beteiligt sich der Hamburger Mieterverein schon lange nicht mehr. Aber inzwischen ist er mit seinen 64 000 Mitgliederhaushalten zu einer politischen Größe in der Hansestadt geworden. Seine Stimme hat Gewicht und wird zur Kenntnis genommen.
In vier Kapiteln wird die Geschichte des Mietervereins von der Gründung im Jahre 1890 bis ins Jahr 1974, als Dr. Eckard Pahlke Vorstandsvorsitzender wurde, nachgezeichnet. In zwei Interviews mit Dr. Eckard Pahlke und Siegmund Chychla vom Vorstand des Mietervereins sowie mit Heinrich Stüven, dem Vorsitzenden des Grundeigentümerverbandes Hamburg, plus einem "Erzähl-Café" mit Mitgliedern des Mietervereins wird die jüngere Vergangenheit vorgestellt.
"Seit 1890 bestand der Mieterverein auf seiner parteipolitisch neutralen Haltung. Als sich in Hamburg 1919 sogenannte 'Mieterräte' bildeten und zum Mietenstreik aufriefen, wandte sich der Mieterverein, wie auch die Hamburger Sozialdemokraten, gegen die Mieteräte. Die Mieterratsbewegung blieb jedoch nur eine Episode, sie brach bald in sich zusammen. 1920 unterstrich der 'Mieterverein zu Hamburg' erneut seine parteipolitische Neutralität, als er aus dem Dachverband der Mietervereine austrat. Ein außerordentlicher Mietertag hatte sich zur Sozialisierung von Miethäusern kannt. Diese 'Radikalisierung der bewegung in parteipolitischer Richtung' wollten die Hamburger nicht mittragen."
Vom Dunklen zum Licht
Ein Text in "Architektur in Hamburg Jahrbuch 2014"
Als der Architekt Karlheinz Bargholz 1962 die aus dem Jahre 1933 stammende katholische Sankt Ansgar Kirche in Niendorf durch einen Anbau erweiterte, entwickelte er ein stringentes Lichtkonzept, das den Besucher durch einen kleinen Eingang in ein Kirchenschiff führte, das im Altarraum seinen hellsten Punkt fand. Andreas Rowold, der dieses Kirchenschiff um einen Pronaus, einen Vorraum, erweiterte, entwickelte diese Lichtführung konsequent weiter, indem er den Pronaus dunkel hielt, ihn nur durch eine Reihe von LED Leuchten mystisch beleuchtete, was den Effekt, zum Dunklen ins Helle zu gehen, wenn man das Kirchenschiff betritt, verstärkt. Über die Modernisierung, die Erweiterung und die Neukonzeption - das Kirchenschiff fasst jetzt mehr Besucher, obwohl es nicht erweitert wurde - findet sich ein Text von mir im Hamburger Architektur-Jahrbuch 2014.